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BRB NEWSLETTER
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die bayerischen Reproduktionsmediziner, die im BRB vereint sind, möchten sich für die erfreuliche und kooperative Zusammenarbeit mit Ihnen im vergangenen Jahr bedanken. Wir haben wieder versucht, Ihren Patientinnen, die Sie uns anvertraut haben die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.
Darunter verstehen wir auch eine möglichst wohnortnahe Betreuung, klare mit Ihnen abgestimmte Behandlungsabläufe und eine transparente und ehrliche Darstellung unserer Resultate.
Wir verstehen darunter allerdings nicht Anpreisung unrealistisch hoher Schwangerschaftsraten. Werbeaktionen mit diesem Tenor verunsichern die betroffenen Paare in ihrer bereits durch die ungewollte Kinderlosigkeit schon erheblich belasteten Lebenssituation zusätzlich.
Aus diesem Grund hatte sich ein Mitglied des BRB 2010 entschlossen, gegen falsche Werbeaussagen von Prof. Zech, Bregenz, vorzugehen und eine Entscheidung durch das Landgericht München erwirkt. Dies bedeutet, dass die werbemäßig vorgetragene Behauptung von Prof. Zech,-, dass seine Schwangerschaftsraten doppelt so hoch seien wie in Deutschland,- falsch ist.
Das Landgericht München hat in einer mündlichen Verhandlung am 21.12.2010 seinen persönlich vorgetragenen Ausführungen keinen Glauben geschenkt und in einem Endurteil seinen Einspruch gegen eine einstweilige Verfügung zurückgewiesen.
Befremdlich für das Gericht wie auch für alle Mitglieder des BRB ist zudem, dass Prof. Zech die Behauptung über seine vermeintlich hohen Erfolgsraten nur auf der Basis von 132 Behandlungszyklen in Bregenz (und 100 in Salzburg) für das Jahr 2009 aufstellt. Diese stellt er den 35233 (!) im Deutschen IVF-Register für 2009 in Deutschland durchgeführten und klar und transparent dokumentierten Behandlungen gegenüber.
Eine vollständige Auflistung seiner sämtlichen Behandlungen leistete er nicht!
Eine prospektive Datenerfassung, wie sie in Deutschland Pflicht ist um Datenmanipulation ( damit auch missbräuchliche Darstellung zu Werbezwecken) zu verhindern, liegt seiner Statistik ebenfalls nicht zugrunde.
Der Möglichkeit einer manipulativen und damit bewussten Falschdarstellung in einer selektiven Ministatistik ist so Tor und Tür geöffnet und entbehrt jeder medizinischen Verantwortung um eine redliche Darstellung.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir bemühen uns auch im Neuen Jahr, in der Kooperation mit Ihnen unseren Patienten so gerecht wie möglich zu werden.
Wir hoffen daher weiterhin auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Auch im Neuen Jahr werden wir uns bemühen, Kinderwunschpatienten in Bayern vor Blendwerk zu schützen.
Termin
Bitte merken Sie sich den Termin unserer nächsten Fortbildungsveranstaltung vor:
- Samstag, 14. Mai 2011 – Münchener Symposium für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin – .
Sie erhalten noch rechtzeitig eine persönliche Einladung und das Programm.
Weitere Informationen unter
www.kinderwunsch-bayern.de
Dr. K. Fiedler
Dr. U. Noss
Vorstand des BRB e.V.
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